Ihr Lieben,

auch wenn es noch kalt ist draussen, in meinem Herzen ist der Frühling bereits angekommen. Die Sonne steigt am Himmel, die Tage werden länger und das Bedürfnis nach Licht ist in diesen Breitengraden vermutlich nicht nur in mir groß.

Das wird dieses Mal ein sehr persönlicher Newsletter.

Darum dieses Mal die Termine und Neuigkeiten zuerst, vielleicht schafft es die Hälfte von Euch gar nicht bis zum Schluß ;)

Auf meiner Website, unter Aktuell, findet ihr die ganzen Termine für die Embodiment Gruppe und die Info-Abenden zu den Seminaren.

https://tantricbodywork.de/aktuell/

Die Schwitzhütten Seminare finden nun doch nicht statt, da der Ort zu weit weg ist und der Rahmen nicht die Klarheit hat, die ich mir wünsche. Es damit auch nicht genug Kraft hat, in die Welt zu kommen in dieser Form. Es braucht wohl noch Zeit oder ist einfach nicht Teil meines Weges. Time will tell.

Neu ist ein Seminar in Zürich, Mitte Mai, im Institut für Sexological Bodywork, zum Thema Seile und Schmerz. Dabei werden diese als Werkzeug genutzt, in eine achtsame, erforschende Körperarbeit zu gehen. Es geht darum, eine Begleitung in einer Selbsterforschung zu geben genauso wie einen Rahmen für den anderen zu gestalten, sich darin zu erfahren. Hier gibt es mehr Infos darüber:

http://sexologicalbodywork.ch/de/kurse/sacred-kink-tantra-und-bdsm/rope-and-pain-play-innovative-koerperarbeit-mit-seilen-und-schmerz

Würde mich freuen, euch dabei zu haben. Zürich ist wundervoll und eine Reise wert und natürlich wird auch das Seminar sehr fein. Darauf freue ich mich besonders, weil es eine weitere Dimension beinhaltet als meine bisherigen Seminare.

Herzensgrüße,
Julia

Für wen es interessiert, hier nun der persönliche Teil:

Habe wieder angefangen zu meditieren, was ich seit Jahren nicht mehr machte. Seit einiger Zeit begleitet mich schon eine spirituelle Sehnsucht, aber irgendwie passte es nie so wirklich im Aussen und selbst wusste ich nicht wie das Ganze angehen. Dann hatte ich ein privates Erlebnis, das mich sehr berührte und mir bereits eine Tür öffnete in diese andere Dimension. Gleichzeitig traf ich eine alte Studienfreundin und im Gespräch erzählte sie mir von ihren Meditationserfahrungen mit diesen zwei Menschen in Kambodja. Richard und Remedia. Über Skype. Irgendwie strange dachte ich, aber ich versuchte es und es passte so gut zu mir! So sind mir diese zwei lieben Menschen zugeflogen und seitdem meditiere ich wieder. Durch die Auseinandersetzung mit dem Wesen von Gott, Buddha, mit diesen solaren Gottheiten, durch die dadurch eingeleiteten Erlebnissen in den Massagen, fühle ich mich sehr verbunden mit dieser Güte und heilsamen Kraft. Nach nur vier Wochen bin ich so bereichert und genährt, dass ich es mit euch teilen wollte.

Das Bild zum Beitrag ist der Sonnengott Apollo, dessen Pferde mir in einer Vision begegneten. Das fühlte sich fast wie eine Einweihung an. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich diese zutiefst gütige Präsenz und Kraft so deutlich und real, dass ich noch immer ganz berührt davon bin.

Dieser neue Fokus auf eine andere Wahrnehmungsebene hat noch eine weitere in mir zurück geholt, die im Gegensatz zu den Erlebnissen in der Meditation, die eher energetischer Natur sind, eine kognitive Ebene hinzufügt: die Astrologie. All das was ich in den Sessions mit Richard und Remedia über mein Wesen erfahre, ist als Information auch in meinem Geburtshoroskop vorhanden. Beide Ebenen, sowohl die außersinnliche Wahrnehmung als auch diese symbolhafte, kognitive Heransgehensweise habe ich vor Jahren beiseite gelegt. Umso erstaunlicher jetzt zu merken, es ist wie wenn ein Schalter in mir umgelegt worden wäre und all das mir wieder zugänglich wird. Als sei es auch immer da gewesen. Wen die Thematik dieser Sonnensymbolik interessiert, kann ich das Buch von Liz Greene empfehlen über die astrologische Sonne. Gottheiten, Mythen und psychologische Dynamiken werden darin erläutert: „Die Botschaft des göttlichen Feuers“.

Ich habe in meinem frühen erwachsenen Alter viel meditiert und experimentiert mit all diesen Zwischenwelten. Hatte damals nicht die Reife das alles zu verstehen und damit gut umzugehen. Darum entschied ich mich, es zu lassen. Begab mich stattdessen in eine sinnliche, greifbare Welt, im wahrsten Sinne des Wortes. Bin darin sehr differenziert geworden und doch blieb die Sehnsucht, tiefer zu gehen. Die Lösung zwischen der Angst in mich zu gehen, mich meiner Wahrnehmung für andere Welten zu öffnen, weil ich gar nicht bereit war für das was ich da so finden würde, war ein Umweg über das Außen, über die Arbeit, zunächst mit Sterbenden, dann mit Sexualität, die Auseinandersetzung mit den Schattenthemen darin. Dann immer wieder diese Sehnsucht nach Leichtigkeit in mir. Nach einem „normalen“ Leben. Bin mehrfach raus aus der tantrischen Arbeit und versuchte mich wieder in der normalen Welt. Wollte es leichter haben. Und zu merken, für mich funktioniert das nicht. Zumindest nicht in meiner bisherigen Definiton von Leichtigkeit.

Bildlich gesprochen befand ich mich immer wieder tief in einem See, im Trüben, Dunklen und überwiegend Kalten, herabsinkend und sehr machtlos darin. Am tiefsten Punkt des Sees ankommend, ganz am Grund, spürte ich Boden und auch wieder meine Macht. Konnte mich abstoßen und an die Oberfläche kommen. Ins Licht. An die frische Luft. Die große Erleichterung und Dankbarkeit über die Wärme, das Licht, den Kontakt zu einer lebendigeren Welt wich dann aber immer relativ schnell der Erkenntnis, dass die Sonne auch brennt, dass auf der Wasseroberfläche verwesende Blätter und Exkremente schwimmen und die Fliegen mich plagen und die Moskitos mich stechen…. also bin ich irgendwann freiwillig wieder in die Tiefe gesunken und habe den ganzen Prozess nochmals wiederholt. Ein Spiel zwischen Licht und Schatten. Zwischen der Ruhe und dem Frieden ganz unten in der Tiefe, das Geborgen-Sein in der dunklen Einsamkeit und der Begegnung mit dem zerstörischen und verwesenden Aspekt im Leben, in der Wärme, im Licht, in der Sonne. Einen Teil abzulehnen ging nur zeitweise und beides zu integrieren versuche ich mein ganzes Leben schon, mehr oder weniger erfolgreich und mit unterschiedlichem Fokus und Heransgehensweisen.

Das ist ein so ein Geschenk gerade, mich mit all dem im Moment befassen zu dürfen und diese Erkenntnisse in meine Arbeit zu bringen, in mein Leben, dass ich auch meine Lehrer gerne weiterempfehlen möchte. Hier der Link zu ihrer Website:

https://www.meditatenheal.org oder Facebook https://www.facebook.com/richard.crown.71

Erfahre dort so viel Wissen und Güte und Erfahrung…. such sweetness…. das deutsche Wort Süße, beschreibt es nicht gut genug. So eine liebevolle Annahme meiner selbst…. in all meinen Anteilen. Das ist sehr heilsam und wertschätzend. Fühle mich gesehen und an die Hand genommen und doch gestärkt in meiner Selbstverantwortung und Handlungsfähigkeit. Außerdem lerne ich für mich einfache und passende Meditationstechniken, die mir viel Ruhe und Frieden und Verbindung schenken. Ganz fein.

Leichtigkeit jetzt also in meiner Haltung zu mir selbst, zu dem Leben, den unterschiedlichen Ebenen der Wahrnehmung und der Entscheidung worauf ich mich fokussiere und die permanente Freiheit hier auch zu wechseln. Zum Wohle aller Wesen.
Große Geschenke und Heilung auf der Kontaktebene. Dort wo durch einen wahren Kontakt Veränderung geschieht und die einzelnen Teile nicht mehr dasselbe sind wir vorher. Im Grunde alles nicht neu aber um eine bedeutsame Erkenntnisbene oder Erlebnisebene tiefer in mir.

An dieser Stelle auch ein Dank an all die, die meine Arbeit in Anspruch nehmen und mir ihr Vertrauen schenken, sich so mir öffnen und sich so tief berühren lassen. Das ist so gar nicht selbstverständlich und ehrt mich sehr.

Habt einen schönen März!

Sonnige Herzensgrüße,
Julia